Weniger ist mehr. Mehr wovon? #Blogparade von @schoebitz & @PetraSchuseil (Teil 2)

Im zweiten Teil meines Beitrags zur Blogparade “Weniger ist mehr” von Bettina Schöbitz und Petra Schuseil erfährst du, wie ich aktiv zu dem beitrage, was ich für einen nachhaltigen gesellschaftlichen Lebensstil oder Habitus halte.

Hier geht’s zum ersten Teil: Welches Weniger für mich schon viele Jahre „normal“ ist.

Weniger wovon? Nachhaltigkeit ist ein Gewinn für alle!

Für mich ist als privater Mensch genauso wie als Unternehmerin/Trainerin/Mediatorin/Coachess die Nachhaltigkeit meines Tuns ein zentraler Wert, an dem ich mich ausrichte. Was sorgt dafür, dass mehr Lebewesen ein gutes Leben haben können? Wovon möchte ich weniger in der Welt haben? Wie kann ich mit meinen Fähigkeiten und in meiner Lebenssituation dazu beitragen?

Hier ein paar Antworten:

Weniger Konflikte und Missverständnisse – mehr Verständigung und Wir-Gefühl für alle

Es tut uns gut und entspannt uns, wenn wir uns von den Menschen, mit denen wir zu tun haben, verstanden fühlen und selbst besser auf sie eingehen können. Wenn wir uns klarer ausdrücken und genauer zuhören können. Wahrnehmen, dass jeder Mensch eine eigene Wahrheit hat und dass jede Wahrheit „richtig“ ist. Wenn wir erleben, dass wir einen privaten oder beruflichen Konflikt gemeinsam lösen können, sobald wir uns auf die Gemeinsamkeiten konzentrieren und offen miteinander sprechen.

In meinen Kommunikations-Trainings und Rhetorik-Coachings liegt der Schwerpunkt schon immer darauf, die persönlichen Verhaltensweisen, Eigenheiten, Sprechstile anzuerkennen und so zu stärken, dass Verständigung leichter gelingt.

Mit der Mediation unterstütze ich Menschen bei der selbstbestimmten Lösung ihrer zwischenmenschlichen Konflikte. Der aktuellen und der künftigen, denn nur die „schweren Fälle“ ;) behalten nach einer erfolgreichen Mediation ihr bisheriges Konfliktverhalten bei.

Ich blogge Informatives und Hilfreiches (oder was ich dafür halte ;)) zu den Themen Kommunikation und Konfliktlösung. Einfach, damit mehr Menschen davon erfahren, wie wir uns das Leben leichter machen können. Hier zum Beispiel zur Mediation und hier Tipps für eine gute Rede.

Weniger Menschen, die beruflich unglücklich sind – mehr Zufriedenheit und Leichtigkeit

Ich erlebe seit vielen Jahren: Menschen sind unglücklich, weil der Job, den sie machen, nicht (mehr) zu ihnen passt. Weil sie keine passende Arbeit finden. Weil das Leben sie dazu zwingt, sich was anderes zu suchen. Weil sie das Alte nicht mehr tun können. Weil sie das Gefühl haben, dass das noch nicht alles gewesen sein kann.

Im Coaching „Berufliche Orientierung mit Herz und Hirn“ begleite ich Menschen darin, sich beruflich (und oft auch im Leben) neu zu orientieren. Und das Glück zu erleben, wenn sie entdecken, was möglich ist. Tun, was möglich ist. Tun, was sie zufrieden macht. Hier, hier und hier findest du mehr dazu.

Weniger Schubladen – mehr Vielfalt, Anerkennung und Entfaltung für alle

So wie wir mit anderen Menschen umgehen, gehen wir auch mit uns selbst um. Wenn wir andere ständig bewerten und uns diesen automatischen Prozess nicht bewusst machen, tun wir das Gleiche auch mit uns selbst. Wenn wir Menschen abwerten für das, was sie in unseren Augen sind, tun wir das oft in Punkten, die wir an uns selbst nicht mögen. Dieses Dauerbewerten kann uns zwar helfen, uns zu orientieren im Vielen, das uns begegnet. Es verhindert aber gleichzeitig, dass wir uns entspannt dem Leben zuwenden und macht uns innerlich eng. Wir nehmen uns und anderen den Raum für Entfaltung.

Ich richte jede Art von Arbeit darauf aus, die Menschen in ihrem Wie-sie-sind zu unterstützen und sich daran zu freuen, Möglichkeiten für sich zu entdecken.

Ich ermutige durch das, was ich sage und wie ich handle, ganz besonders „Frauen und andere Randgruppen“ (ihrwisstwieichdasmeine), die eigenen Stärken zu entdecken und zu zeigen. Mut zu machen, das Eigene zu finden und zu entfalten. Dazu zu stehen, wie eins ist und wie es denkt, ganz egal, was andere dazu meinen. Auch hier im Blog. Zum Beispiel in der Reihe „Wenn Frauen öffentlich sprechen“.

Und auch in der Berufsorientierung für Jugendliche. Mal abgesehen davon, dass ich es schlicht für eine Überforderung halte, mit 16 wissen zu sollen, was ich beruflich machen will, gibt es kaum Angebote, die die Jugendlichen in den Mittelpunkt stellen und wirklich fundiert und individuell mit den einzelnen arbeiten. Die eigenen Wünsche, Werte, Fähigkeiten, Befürchtungen und Träume bewusst zu machen und so anzunehmen, wie sie sind! Und erst dann zu schauen: was sagt eigentlich der Arbeitsmarkt. Nur wenn wir von uns selbst ausgehen, können wir einen Beruf finden, in dem wir glücklich sein können. Und nur dann können wir die Vielfalt unserer Möglichkeiten erkennen und nutzen. Deshalb biete ich „passionworxx“ für Schulen an.

In meinen Seminaren/Gruppencaochings achte ich darauf, dass die Menschen sich nicht ständig gegenseitig bewerten. Das tue ich, indem ich die Bewertung bewusst mache und andere Möglichkeiten eröffne. So kann aus einem nutzlosen Kommentar „Das hast du gut gemacht“ ein hilfreiches Feedback werden, mit dem der/die Empfangende auch was anfangen kann.

Weniger Diskriminierung von Frauen und von Menschen, die schwul, lesbisch, bi-, trans- oder intersexuell sind – mehr Entfaltung und Freiraum für alle

Wenn wir Menschen in Schubladen stecken, diskriminieren, missachten, misshandeln, verachten, abwerten für ihr „Anderssein“, verletzen wir uns selbst damit. Denn jede/r ist „anders“, jede/r ist einzigartig. Jede/r bringt ein ganz eigenes „Portfolio“ mit in die Begegnung, die genau dadurch lebendig wird. Ich bin überzeugt, dass wir uns selbst begrenzen in unserer Freiheit, in unserer Entfaltung, wenn wir anderen Menschen keinen Raum lassen, sich zu entfalten.

Ich vernetze mich mit anderen Frauen/Lesben auf ganz unterschiedlichen Ebenen, in Echtgröße und virtuell. Immer mit dem Ziel, sich gegenseitig zu unterstützen, zu stärken und sichtbar zu machen.

Wenn möglich, unterstütze ich durch mein KonsumentInnenverhalten gezielt Frauen und LSBTI und gehe z. B. lieber in die Apotheke, die einer Frau gehört oder in das Café eines schwulen Inhabers.

Ich biete Trainings und Coachings speziell nur für Frauen an. Nicht, weil das miteinander Arbeiten da angenehmer ist, sondern weil ich auf diese Art dazu beitrage, Frauen in ihrer Persönlichkeit zu unterstützen und Frauenkraft in der Welt sichtbarer zu machen.

In Blogartikeln beziehe ich explizit Frauen und LSBTI ein. Zum einen sprachlich, zum anderen, indem ich Beispiele gerne so wähle, dass diese Menschen positiv sichtbar werden. Wie hier zum Beispiel.

In den social media und über Petitionen bin ich für die Menschenrechte von Frauen und LSBTI aktiv unterwegs.

Weniger Tierleid – mehr Gesundheit für alle

Ich bin fest davon überzeugt, dass es uns Menschen langfristig nicht guttut, wenn wir uns amüsieren über Tiere, die leiden (z. B. im Zirkus). Wenn wir wegschauen, was den Tieren überall auf der Welt zugefügt wird. Wenn wir ignorieren, dass sie zutiefst fühlende Wesen sind. Wenn wir Fleisch essen und gleichzeitig glauben, nicht ertragen zu können, bei einer Schlachtung zuzusehen. Wenn wir (Luxus-)Produkte verwenden, für die Tiere sinnlos gelitten haben. Ich bin überzeugt, das tut uns als Individuen und als Gesamtheit nicht gut.

Ich gebe einen Teil meines Honorars an Tierschutzorganisationen ab: die Kleintierhilfe München, deren Arbeit ich persönlich kenne und schätze, und die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, die wohltuend undogmatisch Konkretes bewirkt (zum Beispiel, dass HändlerInnen oder Restaurants auf Fleisch aus quälerischer Tierhaltung verzichten oder dass Hersteller nur noch Freilandeier verwenden).

Ich greife hier im Blog das Thema Tierschutz/Tierrechte auf und gebe Menschen, die sich dafür engagieren, eine Plattform. Wie zum Beispiel Alev Dudek.

Ich unterzeichne regelmäßig Petitionen, mit denen in konkreten Fällen auf die Missachtung von Tierrechten aufmerksam gemacht und ein besserer Tierschutz gefordert wird.

Ich gebe Feedback, wenn ich positive Beispiele sehe oder erlebe, im Kleinen und im Großen. Zum Beispiel der Spedition Barth. Weil ich weiß, dass das stärkt und dazu anregt, „mehr von diesem Guten“ zu tun.

Und ich gebe Infos aus meinem Netzwerk über die social media weiter, die – so hoffe ich – die Menschen zum Nachdenken oder Handeln inspirieren.

Weniger…? Da geht noch mehr.

So sehe ich meine Arbeit.

Das ist mein Motiv, der Grund, warum ich diese Arbeit tue. Die Art, wie ich sie tue. Die innere Haltung, mit der ich sie tue. Und gleichzeitig meine Vision für das, was ich für ein gutes Leben für alle halte.

Natürlich gibt es noch mehr, das ich als Unternehmerin für meine Vision vom guten Leben tue.

Dass ich mein Konto bei der GLS-Bank habe, zum Beispiel.

Oder dass ich meine Werbematerialien bei einer Druckerei herstellen lasse, die nach ökologischen Kriterien arbeitet und sich für Nachhaltigkeit einsetzt.

Dass meine Websites CO2-frei gehostet werden.

Dass ich für ein Seminar ein rein vegetarisches Catering organisiere.

Oder dass Menschen, die wenig Geld zur Verfügung haben, weniger für meine Dienstleistung bezahlen dürfen.

Natürlich ist das alles immer in Bewegung. Genauso wie ich selbst. Was sich zur Zeit in meinem Leben bewegt in der Frage des „Weniger ist mehr“ erfährst du im dritten Teil.

Ina Machold
DREILAND | Potenziale nutzen. Nachhaltig.

»Poten­ziale nach­hal­tig zu nut­zen, heißt, die Per­sön­lich­keit zu ent­fal­ten.
Die Per­sön­lich­keit als Mensch und die Per­sön­lich­keit als Orga­ni­sa­tion.«

Ich unterstütze seit 1996 Menschen darin, ihre persönlichen, beruflichen und politischen Potenziale zu entfalten.
Themenfelder: Kommunikation | Konflikte | Ziele

Unternehmen und Organisationen verändern durch meine Arbeit ihre Kultur.
Unternehmensprozesse: Führung | Kompetenz Management | Diversity Management

Diplom-Pädagogin und Mediatorin
Autorisierte Prozessberaterin für KMU bei unternehmensWert:Mensch
Mehr über meine Erfahrung, Arbeitsweise und Werte auf der DREILAND Website.