Ich muss was sagen! #Köln #Gewalt #Rassismus #Sexismus #EineArmlänge

Das Netz tobt mal wieder, der Hype ist groß, die (meisten) Medien und einzelne Parteien oder Politiker_innen positionieren sich in der einen oder anderen Richtung und wissen Wahrheiten zu verkünden.

Auf der einen Seite: der braune Mob – AfD, Pegida, Frau Kelle, die erschreckend vielen Mitmarschierenden – benutzt die (überall auf der Welt alltägliche Situation der) Frauen, um gegen Geflüchtete zu hetzen. Auf der anderen Seite: manche politisch links Denkenden stellen sich pauschal schützend vor alle Geflüchteten, ohne genauer hinzuschauen.

So weit so alltäglich.

Was ist passiert?

Sexualisierte Übergriffe auf Frauen. Eine Gruppe Männer greift eine bestimmte Anzahl Frauen an. In der Öffentlichkeit. Die Männer sähen nach arabischem oder nordafrikanischem Hintergrund aus. Die Fakten sind immer noch nicht wirklich gesichert.

Was daran ist so aufregend?

Ist doch ganz normales Patriarchat. Egal wo in der Welt, egal, was für Männer.

Im Patriarchat werden Frauen erniedrigt, entwürdigt, kleingehalten mit allen Mitteln der Macht. Mit struktureller, psychologischer, körperlicher Gewalt. Wo Männer sind, werden Frauen vergewaltigt.

Das ist so, seit die patriarchale Gesellschaftsordnung existiert. Frauenhass allüberall.

Was wirklich tragisch ist!

In dem Hype wird Sexismus gegen Rassismus ausgespielt.

Und die Kölner OB Reker empfiehlt allen Ernstes Frauen, eine Armlänge Abstand zu halten. Das ist ein Witz, ein wirklich schlechter. Und: Teil des patriarchalen Systems. Da werden nämlich nicht nur Frauen zu Opfern sondern auch noch dafür verantwortlich gemacht. Der zu kurze Minirock, ihrwisstschon. Victim Blaming nennt sich das. Und ist nur in einer patriarchalen rape culture (mein erster Artikel in diesem Blog) möglich.

Was zu tun ist!

Die staatliche Strafverfolgung muss mit aller Konsequenz ihren Job machen. Nicht nur jetzt in Köln! Immer, wenn es um Gewalt gegen Frauen geht!!! Solange nur 8% der angezeigten(!) Täter verurteilt werden, ist das ein Freibrief für Männer, mit Frauen zu tun, wonach ihnen ist.

Und natürlich muss das Sexualstrafrecht geändert werden, damit Frauen rechtlich besser geschützt sind!

Der Staat muss endlich Gleichstellung ernstnehmen und in allen pädagogischen Einrichtungen konsequent dafür sorgen, dass Jungs und Mädchen, Männer und Frauen – ganz egal, ob sie hier geboren sind oder wo anders in der Welt! – lernen, dass Frauen keine Objekte sind sondern Menschen. Mit allem, was dazugehört (und für Männer selbstverständlich ist!): sich frei und ohne Angst im öffentlichen und privaten Raum bewegen und selbstbestimmt das eigene Leben gestalten (gesundheitlich, beruflich, persönlich…).

Ach ja, und: wir alle! Wir alle tragen die Verantwortung dafür, dass sich hier alle Menschen sicher fühlen können. Frauen. Geflüchtete. Alle.

Also los, Himmel noch mal!

Danke für klare Worte an Sonja Mikich, Cem Özdemir und Antje Schrupp!

Ina Machold
DREILAND | Potenziale nutzen. Nachhaltig.

»Poten­ziale nach­hal­tig zu nut­zen, heißt, die Per­sön­lich­keit zu ent­fal­ten.
Die Per­sön­lich­keit als Mensch und die Per­sön­lich­keit als Orga­ni­sa­tion.«

Ich unterstütze seit 1996 Menschen darin, ihre persönlichen, beruflichen und politischen Potenziale zu entfalten.
Themenfelder: Kommunikation | Konflikte | Ziele

Unternehmen und Organisationen verändern durch meine Arbeit ihre Kultur.
Unternehmensprozesse: Führung | Kompetenz Management | Diversity Management

Diplom-Pädagogin und Mediatorin
Autorisierte Prozessberaterin für KMU bei unternehmensWert:Mensch
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