Das passende Stichwortkonzept für meine Rede: praktische Tipps

Im ersten Teil des Beitrags hast du erfahren, warum ich in fast allen Vortragssituationen ein Stichwortkonzept empfehle an Stelle eines ausformulierten Redemanuskripts. Vielleicht hast du dich überzeugen lassen und willst jetzt wissen, welche Möglichkeiten du hast.

Et voilà: hier sind 4 Beispiele. Erprobt und für nützlich befunden.

1. Das Stichwortkonzept in Dreiteilung

Diese Form eignet sich bestens für Karteikarten in DIN A5-Querformat. Du schreibst dir so viele Stichwörter (wirklich nur einzelne Wörter, keine ganzen Sätze!) zu deinen Hauptgedanken auf, wie du brauchst, um dich an die Themen, die du ansprechen willst, erinnern zu können. Mit dieser Form weißt du immer, wo du grade bist in deinem Vortrag, und kannst beliebig spontane Ergänzungen einfügen, ohne deinen Faden zu verlieren.

karteikartenkonzept A5

 2. Der Ablaufplan

Dieses Stichwortkonzept ist was für dich, wenn du gerne planst und trotzdem flexibel sein willst. Und wenn du dich in deiner Präsentation nicht nur auf den reinen Vortrag beschränkst sondern mittels Flipchart, Pinwand, Whiteboard oder Beamer begleitend visualisieren willst. Was ich unbedingt und in 99,6% der Fälle empfehle. In diesem Ablaufplan hältst du fest, was du sagen willst und mit welchen Hilfsmitteln du arbeiten willst. Außerdem hast du immer die Zeit im Blick, was gerade bei Einsätzen ab ca. 2 Stunden wichtig ist. Der Ablaufplan geht auf DIN A5-quer oder (besser) auf DIN A4. Heißt also, du hast einen Tisch in deiner Nähe stehen, auf dem der Plan liegt. Warum ich kein RednerInnenpult empfehle, habe ich hier schon beschrieben.

Stichwortzettel DIN A4

 

 

 

 

 

 3. Das grafische Stichwortkonzept

Bei dieser Art Stichwortkonzept kannst du deiner visuellen Kraft freien Raum lassen und die Struktur und Reihenfolge deiner Inhalte grafisch abbilden. Dies hier ist nur ein kleines Beispiel, du hast freie Hand bei der Gestaltung. Wichtig ist nur, dass du es dir so einfach wie möglichst machst zu erkennen, was du an welcher Stelle und in Verbindung zu welchem anderen Punkt in deinen Ausführungen sagen möchtest. Du notierst dir deine Stichwörter dorthin, wo sie für dich hingehören, und kannst beliebig mit Formen, Farben und Symbolen arbeiten. Und natürlich jede Notiz einfügen, die dich im Ablauf deiner Präsentation unterstützt.

stichwortkonzept grafisch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Mind Map-Konzept

Ich verwende Mind Mapping für viele Zwecke: zur Entwicklung von Ideen, für die Planung von Projekten, für die Strukturierung von Inhalten und anderes. Und du kannst die Methode auch für deine Präsentationen nutzen. Ähnlich wie beim grafischen Stichwortkonzept hast du alle Möglichkeiten, deine Stichpunkte und Ablaufnotizen einzutragen. Hinzu kommt, dass diese Notiztechnik sehr gehirngerecht ist und du dir deshalb die Inhalte viel besser merken kannst als wenn du die Wörter einfach nur als Liste aufschreibst. Fürs Mind Mapping gibt es etliche Regeln, die du beachten solltest, wenn du damit arbeitest. Zum Beispiel:

  • immer im Querformat arbeiten
  • das Blatt (für Präsentationen DIN A4, für anderes größer) beim Schreiben nicht drehen, damit die Mind Map aus einer Richtung lesbar bleibt
  • der erste Hauptast steht bei ungefähr 1 Uhr und dann geht’s im Uhrzeigersinn weiter
  • immer nur einzelne Wörter pro Ast aufschreiben
  • Farben und Symbole gezielt einsetzen, um sie sinnvoll als Strukturierungshilfe zu nutzen

Mind Mapping ist eine sehr geniale Methode, die in vielen Bereichen funktioniert. Ausprobieren lohnt sich!

stichwortkonzept mindmap

 

Mit diesen 4 Vorschlägen für dein Stichwortkonzept bist du optimal ausgestattet für deinen Auftritt. Such dir einfach eine Variante aus, die dich anspricht, und probier sie aus.

Ich selbst verwende für ein Tagesseminar übrigens immer einen Ablaufplan, der noch ein paar Dinge mehr enthält als der hier vorgestellte. Diese Art der Seminarplanung habe ich an der Uni kennengelernt, bei Dr. Ingeborg Stahr, einer Erwachsenenbildnerin mit Leib und Seele, bei der ich richtig viel gelernt habe. Und wenn ich neue Themen im Seminar habe oder einen speziellen Vortrag für einen Firmenkunden vorbereite, strukturiere ich den Inhalt mit Mind Maps. Das bewährt sich seit 18 Jahren :)

Fragen zu deinem Stichwortkonzept? Immer gerne!

Ina Machold
DREILAND | Potenziale nutzen. Nachhaltig.

»Poten­ziale nach­hal­tig zu nut­zen, heißt, die Per­sön­lich­keit zu ent­fal­ten.
Die Per­sön­lich­keit als Mensch und die Per­sön­lich­keit als Orga­ni­sa­tion.«

Ich unterstütze seit 1996 Menschen darin, ihre persönlichen, beruflichen und politischen Potenziale zu entfalten.
Themenfelder: Kommunikation | Konflikte | Ziele

Unternehmen und Organisationen verändern durch meine Arbeit ihre Kultur.
Unternehmensprozesse: Führung | Kompetenz Management | Diversity Management

Diplom-Pädagogin und Mediatorin
Autorisierte Prozessberaterin für KMU bei unternehmensWert:Mensch
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