Warum ich Erfolgsteams speziell für Frauen anbiete

Hast du ein Ziel, einen Wunsch, ein Vorhaben, eine Vision? Oder ein „Was-ich-schon-lange-mal-in-Angriff-nehmen-wollte“? Und willst du erreichen, was du dir wünschst? Erleben, wie es sich anfühlt, dranzu­bleiben an den wirklich wichtigen Dingen im Leben anstatt sie immer wieder aufzu­schieben auf bessere, ruhigere, passendere Zeiten?

Schonmal was von Erfolgsteams gehört?

Erfolgsteams sind eine gute Sache.

Das Prinzip, das dahinter steht, ist denkbar einfach: eine Gruppe von Menschen begleitet sich eine zeitlang dabei, indivi­duelle Ziele zu erreichen. Eine Art Gruppen­coaching. Im Original nach Barbara Sher laufen die Treffen nach festen Regeln ab. Wenn du mehr wissen möchtest, hier findest du eine ausführliche Beschreibung der Arbeitsweise.

Wer mich kennt, ahnt, dass ich ein bisschen anders arbeite. ;) Aber das ist mir hier gar nicht wichtig. Worum es mir in diesem Artikel geht: ich erkläre, warum und wie ich Erfolgsteams für Frauen anbiete. Natürlich weil es mir eine Herzens­an­ge­le­genheit ist, Frauen zu stärken. Das ist sowieso klar. Es gibt aber auch handfeste Gründe dafür.

Ziele im klassischen Sinn

Aus Ratge­ber­li­teratur oder Business­trainings kennen wir einen Umgang mit Zielen, der sehr linear und absolut angelegt ist. Da hören wir dann »Wer keine Ziele hat, kommt nie an«, »Nur wer sich Ziele setzt, ist erfolgreich« oder eine dieser Ohne-Ziele-ist-alles-egal-Weisheiten. Gerne wird die Grinse-Katze aus Alice im Wunderland zitiert (In diesem Artikel hat Antje Schrupp sich damit ausein­an­der­gesetzt und es gibt dort auch einen Kommentar von mir).

Wir erfahren in diesen Trainings, dass wir ohne Ziele in Gefahr sind, uns im Leben treiben zu lassen, willenlos im Strom des Lebens flottierend, und niemals etwas zu erreichen. Wir lernen, dass Ziele-haben unerlässlich ist für ein glückliches=erfolgreiches Leben. Wer keine hat, soll sich welche suchen. Und wir lernen, unsere Ziele nach ganz bestimmten Regeln zu formu­lieren, sie in den Wochen­planer einzu­tragen und mit einem Aktionsplan konti­nu­ierlich daran zu arbeiten, Step by Step, bis das Ziel erreicht ist. Die Botschaft ist immer: du brauchst etwas (ein Ziel, eine Vision, ein in einer bestimmten zukünftigen Richtung von dir entfernt Vorge­stelltes), das dich anzieht. Etwas, das dich lockt, in seine Richtung zu schauen und loszugehen.

Das funktioniert auch so für manche Menschen.

Frauen und ihre Ziele

In meiner Arbeit habe ich allerdings sehr viele Menschen – ausschließlich Frauen – kennen gelernt, die mit diesem Verständnis nichts anfangen konnten. Diese Frauen haben nicht erlebt, dass eine Vision sie motiviert, dass ein Ziel so verlockend sein kann, dass sie dafür Unbequemes in Kauf nehmen. Sie kennen es nicht, immer zu wissen oder definieren zu wollen, worauf sie hinar­beiten in ihrem Leben.

Nach meiner Überzeugung haben diese Frauen im Vergleich zu vielen Männern bzw. den von Männern erdachten Zeit- und Zielma­nage­ment­systemen

1. einen anderen Zugang zu Zielen,

2. ein anderes Bild von Zielen und

3. einen anderen Umgang mit Zielen.

Der Zugang zu Zielen: intutitv und spielerisch

Frauen finden ihre Ziele weniger durch zweck­ori­en­tierte Planung und strate­gisches Nachdenken. Sie finden ihre Ziele eher intuitiv oder auf eine Art, die sie als zufällig bezeichnen. Da gibt es eine Stimme in ihnen, die sagt, »geh dahin«, »tu dies oder das«. Oder das Ziel begegnet ihnen völlig unerwartet und geht ihnen nicht mehr aus dem Sinn. Ich habe oft Sätze gehört wie »Ich hab keine Ahnung, wie ich darauf komme, aber ich habe das Gefühl, das ist das Richtige für mich« oder »Ich weiß nicht, warum ich diesen Beruf gelernt habe, das war auf einmal irgendwie da« oder »Irgendwie muss ich da hin«.

Das Bild von Zielen: etwas in mir, das mich trägt und losgehen lässt

Frauen haben meiner Erfahrung nach eine Vorstellung von Zielen, die eher dem Begriff »Motiv« entspricht. Eine Instanz, vielleicht ein Wert oder Werte­system, ein Bedürfnis, ein innerer Antrieb, der sie dazu bringt, etwas Bestimmtes anzustreben oder eben links liegen zu lassen. Ein Ziel befindet sich in diesem Verständnis nicht außerhalb von sich selbst und hat eher einen anschie­benden, drängenden Charakter als etwas Anzie­hendes.

Auf diese Weise wird quasi automatisch ein Roter Faden im Leben sichtbar, weil das, was uns von innen heraus bewegt, nicht in irgend­welchen Gedan­ken­pro­zessen von uns erfunden werden kann. Es ist einfach da und drängt ans Licht, will gesehen und verwirklicht werden. Hier sind wir ganz nah an der spiri­tuellen Ebene des Menschseins.

Der Umgang mit Zielen: flexibel und zyklisch

Frauen gehen mit Zielen nicht sehr streng und konsequent um sondern eher flexibel. Vielleicht begegnet ihnen von außen etwas, das sie dazu bringt, ihre Sichtweise und damit ihr Ziel ein wenig zu ändern, anzupassen an Dazwi­schen­ge­kommenes. Sie reagieren auf das, was sich ereignet und ergreifen Gelegen­heiten, wenn sie sich bieten. Oder sie verändern sich innerlich und merken dann irgendwann, dass ihr ursprüng­liches Ziel nicht mehr passt. Oder sich eh schon parallel zu ihrer inneren Verän­derung fast unmerklich modifiziert hat.

Oft habe ich erlebt, dass Frauen ihre Ziele eher in Phasen verfolgen. Dass sie Zeiten haben, in denen sie sich ihrem Ziel sehr nah fühlen und Zeiten, in denen ihnen das Ziel ganz aus dem Blick gerät. Was sich für diese Frauen aber vollkommen natürlich anfühlt. Da besteht keine Angst, das Ziel verloren zu haben sondern ein Vertrauen, dass das Ziel schon wieder auftauchen wird, wenn es wieder dran ist in ihrem Leben. Das meine ich mit dem Wort zyklisch: das Ziel kommt und geht und kommt wieder, ganz verlässlich.

Ziele und Visionen in der Geschichte der Frauen

Ergänzend zu diesen drei Beson­der­heiten haben Frauen in der Geschichte immer wieder äußerst schmerzhaft erlebt, was es bedeuten kann, Ziele und Visionen zu haben und sich dafür einzu­setzen. Hier habe ich im Zusam­menhang mit öffent­lichem Auftreten und Rhetorik dazu geschrieben.

Wir Frauen tragen in unseren Körper­zellen das Wissen, dass wir unser Leben potentiell in Gefahr bringen, wenn wir unsere Ziele verfolgen und an unsere Visionen von einem guten Leben glauben. Weil wir Gefahr laufen, nicht als »richtige« Frau wahrge­nommen und auf die verschie­densten Arten abgestraft zu werden.

Und wenn nicht gerade Leib und Leben in Gefahr waren, so ist doch das Ziele-haben-und-erreichen-wollen für Frauen untrennbar mit Scheitern verbunden. Das gilt natürlich für alle Menschen, aber Frauen kennen ein gesell­schaftlich bedingtes »frauen­ty­pisches« Scheitern. Nur ein Beispiel, weil ich dieser Tage den Film über Clara Immerwahr gesehen habe: sie war von Kindheit an in der Chemie und im Labor zu Hause, erkämpfte sich einen Studi­enplatz und 1900 als eine der ersten deutschen Frauen die Doktorwürde. Sie war als Chemikerin äußerst kompetent und als Pazifistin unkor­rum­pierbar. Und sie scheiterte an den gesell­schaft­lichen Zwängen ihrer Zeit, die einer Frau den Ruhm, der ihr eigentlich zustand, nicht gewährte, und die sie auf die Rolle als sorgende Ehefrau und Mutter begrenzten. Sie nahm sich mit 44 Jahren das Leben.

3 Gründe, warum ich Erfolgsteams speziell für Frauen anbiete

1. Frauen in ihrem Ziele-Verständnis Raum geben

Klassische Zielma­nage­ment­systeme funktio­nieren für Frauen nur selten, weil die Systeme ihnen und ihrer Lebens­realität nicht gerecht werden. Deshalb ist es zentral, einen Raum zu schaffen, in dem ihr Zugang zu Zielen, ihre Bilder und ihr Umgang damit »normal« sein dürfen. Einen Raum, in dem sie mit ihrem Ziele-Verständnis ernst­ge­nommen werden und kein schlechtes Gewissen haben müssen, weil sie – scheinbar –  ohne Ziele sind.

2. Erfahrung des Scheiterns in Frauenleben einbeziehen

Die enge Verknüpfung in der Frauen­geschichte von Zielen mit existen­ziellem Scheitern erfordert einen bewussten und sensiblen Umgang damit. Auf diese Weise kann eine einzelne ihr indivi­duelles Scheitern viel leichter als Teil einer kollektiven Geschichte begreifen und sich entlastet fühlen.

3. Kapitalistische Ökonomie vs. Selbstorganisation

Das Konzept des klassischen Zielma­nagements ist dem kapita­lis­tischen Gedanken von linearem, unbegrenztem Wachstum, dem Streben nach Effizienz und der Glori­fi­zierung von Autonomie verpflichtet. In diesem Denken muss alles einen Nutzen, einen Zweck haben, wenn es im Kampf der Märkte überleben will. Und alles ist kalku­lierbar, gestaltbar, machbar, was zählt, ist die Unabhän­gigkeit der einzelnen. Ich halte das für einen fatalen Irrweg – Beispiele finden wir weltweit mehr als mir lieb ist.

Demge­genüber entspricht die zyklische, flexible und intuitive Art eher dem Prinzip der Selbst­or­ga­ni­sation von Systemen, die zu Vielfalt, Komplexität und scheinbarem Chaos neigen. Wie die Natur es uns ja zeigt, wenn wir sie lassen. Hast du schonmal in deinem Garten in einer Ecke alles wachsen lassen, wie es will? Es ist unglaublich, wie die Blumen und Kräuter sich auf meiner Terrasse über die Jahre ganz von selbst zu anderen Pflanzen gesellen und wunder­schöne Verbin­dungen eingehen, die in jedem Garten­ratgeber als unmöglich beschrieben werden. Dieses Prinzip lebt vom Auspro­bieren und Gelegenheiten-Ergreifen, ohne auf einen konkreten Nutzen ausge­richtet zu sein. Was hier zählt, ist die Entfaltung jedes Teils im System und die wechsel­seitige Abhän­gigkeit innerhalb einer Gemein­schaft.

Hier findest du genauere Infor­ma­tionen dazu, wie ein Erfolgsteam bei mir abläuft und was es mit dem geheim­nis­vollen »Plus« meiner Erfolgsteams auf sich hat. Übrigens bin ich überzeugt, dass dieses alter­native Ziele-Verständnis uns allen guttut, Frauen, Männern, allen. Deshalb, so ahne ich, werde ich bald auch Erfolgteams für alle anbieten…


Ina Machold
DREILAND | Potenziale nutzen. Nachhaltig.

»Poten­ziale nach­hal­tig zu nut­zen, heißt, die Per­sön­lich­keit zu ent­fal­ten.
Die Per­sön­lich­keit als Mensch und die Per­sön­lich­keit als Orga­ni­sa­tion.«

Ich unter­stütze seit 1996 Menschen darin, ihre persön­lichen, beruf­lichen und politischen Potenziale zu entfalten.
Themen­felder: Kommu­ni­kation | Konflikte | Ziele

Unter­nehmen und Organi­sa­tionen verändern durch meine Arbeit ihre Kultur.
Unter­neh­mens­prozesse: Führung | Kompetenz Management | Diversity Management

Diplom-Pädagogin und Mediatorin
Autori­sierte Prozess­be­raterin für KMU bei unternehmensWert:Mensch
Mehr über meine Erfahrung, Arbeitsweise und Werte auf der DREILAND Website.

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