Ist sie nun ein Balanceakt, die Authentizität in der Dienstleistung? Ergebnis der #Blogparade

Wohl wissend, dass das Thema meiner Blogparade ein weites Feld eröffnet, habe ich es gewagt. Meinem Impuls zu folgen und die Fragen, die mich dazu beschäftigt haben, in eine Parade zu gießen.

Im Blog von Simone Happel hab ich schließlich frech behauptet, den Impulsen folgen macht erfolgreich. Also bitte!

Heraus­ge­kommen sind 21 wundervolle Beiträge, von denen jeder für sich ein eigenes, neues Feld eröffnet. Weil sie sich dem Thema auf ganz unter­schied­lichen Wegen annähern. Weil sie aus völlig unter­schied­lichen Perspektiven und Berufs­rich­tungen aufs Thema schauen. Weil sie ganz verschiedene Teilaspekte heraus­greifen und beleuchten.

Angesichts der schönen Beiträge habe ich mich für eine sehr subjektive Zusam­men­fassung entschieden (obwohl mir norma­lerweise der Sinn nach einer kleinen wissen­schaft­lichen Arbeit stünde). Weil ich so die Weite des Themas und die kreative Offenheit der Beiträge am besten würdigen kann. Ich lasse ihnen ihren RAUM. Das ist es, was mich freut.

Ich fasse hier die Statements aus den Beiträgen zusammen, die mir entsprechen, mich anregen oder die ich besonders finde

Martina Taruttis:

Authen­tizität hat »ganz viel mit ›Verant­wortung übernehmen‹ zu tun! Auch und gerade dann, wenn ich mich selbst gerade ganz schwach fühle.«

»Auch die gespielten Rollen sind Teil meiner Persön­lichkeit.«

Jennifer Gregorian:

»Der authen­tische Erfolg erfordert gewisse Opfer und birgt Risiken.«

»Erfolgreich auf der ganzen Linie ist ein Mensch, der mit dem, was er ist und was er tut im Einklang ist.«

Henry Schmid:

»Wenn der Dienst­leister eine Dienst­leistung anbietet, dann erwarte ich, dass er das Thema beherrscht.«

Martina Cwojd­zinski:

»Ich möchte, dass ein Dienst­leister sich für mich und mein Unter­nehmen inter­essiert.«

»Wichtig ist mir in der Zusam­men­arbeit, dass das Bauch­gefühl stimmt. Wenn beide Seiten authentisch sind, können Erwar­tungen nicht enttäuscht werden.«

Axel Pabst:

»Mein Fachwissen, mein Bauch­gefühl, meine Kreativität, meine Berufs­er­fahrung, meine Lebens­er­fahrung… alles das ist Teil meiner authen­tischen Dienst­leistung.«

»Ein gewisses Maß an Empathie ist notwendig und hilfreich, um einen Fall erfolgreich vertreten zu können. Genauso notwendig ist die profes­sionelle Distanz. Es darf nicht ›mein Fall‹ werden.«

GY:

»Ich versuche mich stets auch ›von außen‹ zu sehen, hinterfrage mich so gut wie ständig – das geht sehr schnell bei mir und ich fühle mich entspannt damit, weil ich dann sehr schnell weiß, wie und wo ich stehe, das gibt mir sehr viel Sicherheit.«

»Ich nutze Fehler als Mittel, als Impuls, mich weiter zu entwickeln.«

Silke Loers:

»Für mich ist sehr wichtig, dass mich mein Gegenüber genau wahrnimmt, weiß, wofür ich stehe und welche Werte mir wichtig sind.«

»Mich sprechen Unter­nehmen sehr an, die auch mal sehr authentisch zeigen, wenn etwas ev. nicht so gut funktioniert hat.«

Gerhard Schröder:

»Kennen die Menschen aus dem Social Web all meine Seiten? Oder zeige ich mit Absicht nur einige Seiten, schaffe vielleicht schon seit Jahren ein paar Facetten ›als Insze­nierung‹?«

Jo Diercks:

»Wer am Samstagabend auf Partnersuche ausgeht, der wird sich sicherlich auch nicht in die Sonntagsmorgen-Schlumpfklamotten werfen…«

»Ich glaube, man kann nicht authentisch kommu­ni­zieren, man kann nur als solches wahrge­nommen werden.«

Monika Birkner:

»Ich sehe mich und andere Menschen als ›work in progress‹.«

»Welche Wirkungen Marketing zeigt, hat viel mit dem zu tun, was ich Marke­tin­genergie nenne.«

»Im Unbekannten gibt es noch keine Authen­tizität.«

»Mein Ansatz ist: In jedem Moment aufmerksam zu sein für die eigene innere Wahrheit und gleich­zeitig den Gesamt­kontext zu berück­sichtigen: Mein Gegenüber, die Situation und die Ziele in der jeweiligen Situation.«

Christa Goede:

“‘Echt‹ ist man meiner Meinung nach in dem Moment, in dem man sich nicht verbiegt, sondern nach seinen Überzeu­gungen handelt und auch die Konse­quenzen trägt, die unter Umständen daraus resul­tieren.«

»Begründete Kritik hilft jedem Menschen und die Fähigkeit, sich selbst kriti­sieren zu können ist eine sehr wichige. Allerdings sollte man dabei bestimmte Regeln beachten und auch sich selbst gegenüber respektvoll sein.«

»Ich denke, dass Trans­parenz sehr wichtig ist.«

Thomas Lemke:

»Authen­tizität hat wohl etwas mit Balance, mit einem annähernd richtigen Maß, mit Angemes­senheit zu tun.«

Judith Torma:

»Redner, die schau­spielern und dadurch authentisch wirken wollen – fallen auf die Nase.«

»All mein Handeln und Tun muss mit meinem eigenen Ethos – meiner Moral überein­stimmen.«

Eva Ihnenfeldt:

Ich bin »nicht mehr der Auffassung, dass ich so schrecklich wichtig bin…«.

Andrea Wallenwein:

»Ich kann nur dann als Coach langfristig erfolgreich sein, wenn ich selber diese ›Erfahrungs-‹ Wege gegangen bin. Mich mit meinem eigenen Lebensstil, meiner privaten Logik, den Mustern und Fallstricken befasst habe.«

»Ich glaube an mich und meine Fähig­keiten und das gebe ich an meine Klienten weiter.«

Kerstin Boll:

»Kann man sich denn überhaupt verstellen?«

»Authen­tizität hat nichts damit zu tun, Launen an der Umwelt auszu­lassen.«

Stephanie Wagner:

»Authen­tizität als Dienst­leister bedeutet für mich vor allem, nicht in eine Rolle zu schlüpfen, die nicht zu mir passt.«

»Wenn ich authentisch bin, klappt’s auch mit dem Kunden.«

Barbara Simonsen:

»Jede Rolle wird nicht allein durch die Persön­lich­keits­ei­gen­schaften desjenigen bestimmt, der sie ausübt sondern in hohem Maße durch die Rollen­er­war­tungen anderer.«

Bettina Schöbitz:

»Es ist schlicht unmöglich, allen Erwar­tungen gleichermaßen gerecht zu werden – und sich dabei nicht am Ende selbst zu verlieren.«

»Der Mensch macht zumeist nur das richtig gut, was er auch von Herzen gerne tut.«

»Ich muss mir etwas zutrauen, auf mich vertrauen und meine Ziele kennen und verfolgen.«

»Wir Dienst­leister selbst sind gut beraten, uns ein gutes Stück wichtiger zu nehmen. Darauf zu achten, dass es uns selbst körperlich und mental gut geht und wir mit uns im Reinen sind. Dass wir uns bewusst sind, was und wie wir etwas tun…«

Nicole Gugger:

»Es ist meine volle Überzeugung, dass ehrliche Begeis­terung und Freude am Thema das überzeu­gendste Argument ist.«

»Wenn Sie sich selbst treu bleiben, können Sie nicht tief fallen.«

Andrea Stanke:

»Wer eine klare Haltung einnimmt und intensiv auf seine Kunden eingeht, schafft die Basis für vertrau­ensvolle Bezie­hungen und ein wertschät­zendes Miteinander.«

»Wenn ich den Freiraum habe, in meinem Stil zu arbeiten, laufe ich zu Hochtouren auf.«

»Das Schönste ist, wenn man sich aufeinander einlässt, Wissen und Können miteinander teilt, so dass etwas Neues entsteht.«

»Was Dienst­leister in unserer Wahrnehmung glaub­würdig macht: Natür­lichkeit, … Herzlichkeit, … Achtsamkeit,…«

Ganz herzlichen Dank fürs Mit-Denken und –Schreiben!

Die Blogparade war eine kleine Heraus­for­derung. Das habe ich mehrfach gehört und selbst gespürt.

Hinzu kommt, dass ich ja nun wirklich noch nicht sehr bekannt bin mit meinem »Blog für persönliche, berufliche und politische Entfaltung« und mich in meinem Blogge­rin­nen­dasein noch ausprobiere und übe.

Umso mehr freue ich mich, dass 21 Menschen sich angesprochen gefühlt und ihre Ideen beige­tragen haben.

Noch dazu so wundervoll unter­schiedliche!

Alte Häsinnen/Hasen und eine Bloggerin in Kinder­schuhen. Unter­neh­mens­be­ra­te­rInnen, politisch Aktive, eine Texterin, Persön­lich­keits­coaches, Kreative, PR-BeraterInnen, ein Jurist, eine Trauer(reisen)begleiterin, Projekt­be­ra­te­rInnen, eine Rheto­rik­fachfrau, eine Präsen­ta­ti­ons­be­raterin…

Ich nehme das als Bestä­tigung.

Dafür, dass das Thema »Authen­tizität« ganz schön prickelig für uns Dienst­leis­te­rInnen ist. Wichtig, wider­sprüchlich, noch lange nicht zu Ende gedacht. Und: ja, ein Balanceakt. Zwischen Innen und Außen. Zwischen verschiedenen inneren Anteilen und zwischen äußeren – tatsäch­lichen oder vorge­stellten – Ansprüchen.

Und dafür, dass ich am Thema dranbleibe, in welcher Form auch immer. Womöglich fallen mir ja spannende Fragen für ein Blogstöckchen ein, mit denen jeder und jede die eigenen Ideen, Erfah­rungen und Anregungen weiter reflek­tieren und konkre­ti­sieren kann…?

Danke an euch/Sie alle für’s Dabeisein!


Ina Machold
DREILAND | Potenziale nutzen. Nachhaltig.

»Poten­ziale nach­hal­tig zu nut­zen, heißt, die Per­sön­lich­keit zu ent­fal­ten.
Die Per­sön­lich­keit als Mensch und die Per­sön­lich­keit als Orga­ni­sa­tion.«

Ich unter­stütze seit 1996 Menschen darin, ihre persön­lichen, beruf­lichen und politischen Potenziale zu entfalten.
Themen­felder: Kommu­ni­kation | Konflikte | Ziele

Unter­nehmen und Organi­sa­tionen verändern durch meine Arbeit ihre Kultur.
Unter­neh­mens­prozesse: Führung | Kompetenz Management | Diversity Management

Diplom-Pädagogin und Mediatorin
Autori­sierte Prozess­be­raterin für KMU bei unternehmensWert:Mensch
Mehr über meine Erfahrung, Arbeitsweise und Werte auf der DREILAND Website.

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